Pilates Reformer oder Matte – was passt zu wem?

Pilates ist längst mehr als ein Trend: Die Trainingsmethode von Joseph Pilates verbessert Körperhaltung, Rumpfstabilität und Beweglichkeit – egal ob auf der Matte oder am Reformer. Aber welche Variante passt besser zu dir? Hier bekommst du einen ehrlichen Überblick.

Vergleich Pilates-Studio: Matten mit Pilates-Ring auf der linken Seite, Reformer-Geräte auf der rechten Seite

Matten-Pilates oder Reformer-Pilates: Was ist der Unterschied?

Die beiden Trainingsformen im Überblick

Matten-Pilates arbeitet ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht. Auf einer gepolsterten Matte führst du kontrollierte Bewegungen aus, die Kraft, Balance und vor allem die tiefe Rumpfmuskulatur ansprechen. Du brauchst kein Equipment – das macht diese Form besonders zugänglich und auch zu Hause umsetzbar.

Reformer-Pilates findet auf einem Gerät mit gleitender Plattform, Riemen und verstellbaren Federn statt. Die Federspannung liefert Widerstand oder Unterstützung, je nachdem, was die Übung erfordert. Dadurch lassen sich Bewegungen präziser dosieren – sowohl leichter für den Einstieg als auch intensiver für fortgeschrittenes Training.

Beide Formen folgen denselben Grundprinzipien: Konzentration, Kontrolle, Atmung, Zentrierung, Fluss und Präzision.

Was sagt die Forschung?

Interessant ist, dass beide Trainingsformen bei Kraft, Balance und Körperausrichtung meist ähnlich gut abschneiden. Ein Unterschied zeigt sich aber bei zwei Punkten, die für die meisten Menschen mit Alltagsbeschwerden besonders relevant sind: Matten-Pilates scheint Schmerzen – etwa bei Rückenproblemen – stärker zu reduzieren und die Lebensqualität stärker zu verbessern als Reformer-Training.

Der Reformer wiederum zeigt Vorteile bei eher sportlich-athletischen Leistungsparametern wie Sprungkraft und Schnelligkeit.

Auch beim Kalorienverbrauch gibt es Unterschiede: Reformer-Einheiten verbrennen durch den zusätzlichen Widerstand tendenziell mehr Energie als reines Mattentraining.

Für wen passt was?

Matten-Pilates eignet sich gut für dich, wenn du...

  • neu im Pilates bist und die Grundlagen sauber lernen möchtest

  • Wert auf Flexibilität legst – überall trainieren willst, auch zu Hause

  • vor allem Schmerzlinderung, Entspannung und mehr Körpergefühl suchst

  • ein geringes Budget hast, da keine Geräte nötig sind

Reformer-Pilates eignet sich gut für dich, wenn du...

  • Gezielt Kraft und Ganzkörperspannung aufbauen willst

  • von der federunterstützten Führung profitierst, z. B. bei Unsicherheit in der Bewegung

  • dein Training abwechslungsreicher und intensiver gestalten möchtest

  • bereits Grunderfahrung mit Pilates hast und einen nächsten Schritt suchst

  • gezielte Entlastung brauchst, etwa nach Verletzungen oder in der Reha

Fazit

Es gibt kein generelles "besser" – nur die Frage, was zu deinem Körper und deinem Ziel passt. Wer Rückenschmerzen lindern und mit minimalem Aufwand starten möchte, ist mit Matten-Pilates oft gut beraten. Wer gezielt Kraft aufbauen, sich individuell führen lassen und sein Training intensivieren möchte, findet am Reformer die passgenauere Unterstützung.


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